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Glossar

Biofeedback


Allgemeines

Wir alle sind auf die eine oder andere Art und Weise unseren Gefühlen ausgesetzt. Bisweilen sind unsere Gefühle Tretminen, denen wir auszuweichen versuchen. Oft entziehen wir uns Situationen, vermeiden Begegnungen, fliehen vor Herausforderungen, weil wir uns möglicherweise unzulänglich fühlen. Große Bereiche unseres Lebens bleiben uns verschlossen, weil wir meinen, unsere Gefühle diktieren unser Leben.

Aber haben Sie schon einmal über die Möglichkeit nachgedacht, dass Sie Gefühle beeinflussen, ändern und nutzen können? Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Beschränkung auf eine handvoll Gefühle durchbrechen und damit eine Vielfalt an Farben, Schattierungen und Nuancen in Ihr Leben bringen und somit auch mehr Kreativität und Positives!

Gefühle nutzen oder modifizieren zu können, setzt allerdings voraus, sie zu erkennen und zu identifizieren. Dafür müssen wir aber erst lernen, sie zuzulassen und das gewohnte Festhalten an der alten Schwarz- und Weiß-Haltung aufzugeben. Um uns der Körper-Seele-Einheit bewusst zu werden, können wir Biofeedback-Techniken nutzen, die wie ein zusätzliches Tor zur „Seele-Körper-Einheit" eingesetzt werden. Wir schauen gleichsam den Auswirkungen bestimmter Gefühle oder Suggestion zu, können sie passiv erleben oder aktiv verändern lernen.

Biofeedback-Geräte

Die medizinische Biofeedback-Methode bedient sich kleiner elektronischer Geräte, die bestimmte Zustände des Körpers, beispielsweise die Muskelspannung, die Herzfrequenz, die Atmung, die Hauttemperatur oder ähnliches aufnahmen, verstärken und rückmelden. Hierdurch ist es möglich, durch eine sichtbar oder hörbar gemachte Rückmeldung eine Änderung der jeweiligen Funktionen in eine positive Richtung schneller zu erlernen. Der Übende nimmt also Einfluss auf normalerweise unbewusste oder weniger schnell bewusstwerdende Vorgänge des Körpers und bedarf dabei eines Hilfsmittels in Form eines Gerätes, das diese Formen sichtbar macht. Beispielsweise ist die Rückmeldung des Pulses in Form eines Ton- und Lichtsignales möglich, um einem Menschen den eigenen Pulsschlag und auch die Veränderbarkeit des Pulsschlages wahrnehmbar zu machen. Beispielsweise kann die Verlangsamung des Pulses so schneller trainiert werden als durch die bloße mentale Hinwendung auf die Pulsfrequenz.

Biofeedback-Geräte können also als eine Art äußeres Nervensystem verstanden werden, mit deren Hilfe bestimmte Reaktionsweisen, beispielsweise die Reaktion von Muskelspannung eingeübt werden. Über das dann rückgemeldete Signal via Biofeedback-Gerät kann unser Körper und unser Geist zusätzlich positiv beeinflusst werden. Wir bekommen sozusagen den Beweis dafür geliefert, dass sich eine bestimmte Körperfunktion tatsächlich in die gewünschte Richtung hin positiv verändert. So kann Biofeedback besonders gut bei Menschen mit Migräne, Muskelverspannungen, bei Halswirbelsäulensyndrom oder Lendenwirbelsyndrom oder Bluthochdruck eingesetzt werden. Es ist wichtig für Sie zu wissen, dass es sich nicht um eine Methode handelt, bei der das Gerät die entscheidende Rolle spielt, sondern die mentale Hinwendung und das Trainieren der einzelnen Übungen.

Einsatzbereiche

Bei Spannungskopfschmerz, HWS-Syndrom, spastischer Schiefhals, Muskel-Tics, Fehlhaltung des Bewegungsapparates, spastischen Lähmungen ist das Feedback über das sogenannte EMG (Muskelfeedback) besonders gut einsetzbar. Hier kann es zur Linderung oder völligen Heilung bereits nach 30 bis 40 Sitzungen kommen. Dies entspricht einer Lernzeit von etwa sechs bis acht Wochen.

Im vegetativen Bereich wird Biofeedback z. Bsp. auch bei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Störungen des peripheren Gefäßsystems (z. B. auch bei Migräne), bei Asthma, bei der sogenannten Colitis oder chronischer Verstopfung eingesetzt. Um diese falsch erlernten Programme im Gehirn wieder rückgängig zu machen, bedarf es jedoch einer längeren Lernzeit von etwa drei bis sechs Monaten. Hier können über kleine Gerät beispielsweise Blutdruckveränderungen rückgemeldet werden, die Hauttemperatur in ihrer Änderung sichtbar gemacht werden oder, wie bei der Migräne, Veränderungen der Fließeigenschaften innerhalb der Blutgefäße dargestellt werden.

Auch im zentralen Nervensystem, z. Bsp. durch die Rückmeldung bestimmter Hirnwellenmuster, kann Feedback eine positive „Programmierung“ zentraler Prozesse in Gang setzen. Besonders gut hat sich hier in letzter Zeit gezeigt, dass langfristige Veränderungen der elektrischen Spannung dem Gehirn rückgemeldet werden können, um bestimmte Prozesse zu erwirken, beispielsweise können Anfallskranke hiermit epileptische Anfälle verhindern lernen oder hyperkinetische Kinder lernen bestimmte Hirnwellenmuster, die zu Langsamen nämlich, zu ändern durch Konzentration auf andere Hirnwellenmuster.


Ambulantes Schlafzentrum Osnabrück
Am Finkenhügel 349076 Osnabrück
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