Der Eintrag "offcanvas-col1" existiert leider nicht.

Der Eintrag "offcanvas-col2" existiert leider nicht.

Der Eintrag "offcanvas-col3" existiert leider nicht.

Der Eintrag "offcanvas-col4" existiert leider nicht.

Zeit­um­stel­lung: Das Problem ist der Winter, nicht die Zeit

Zeit­um­stel­lung: Das Problem ist der Winter, nicht die Zeit

von Helene Derksen


Wenn die Sommerzeit im Frühjahr beginnt, opfern wir eine Stunde Schlaf, und werden dafür mit einer zusätzlichen Stunde Tageslicht belohnt. Eigentlich ein gutes Geschäft. Doch immer am letzten Wochenende im Oktober springt die Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag von drei auf zwei Uhr zurück. Viele Menschen klagen dann über Probleme mit dem Biorhythmus. Das muss nicht sein.

Wenn es um 18 Uhr schon richtig dunkel ist, fängt für viele Wetterfühlige der Herbst-Blues an zu spielen. Die Winterzeit verstellt bei vielen die innere Uhr und sorgt für Schlafstörungen und Stimmungstiefs.

Wir wachen eher auf und werden eher müde

Während die Herbstzeitänderung unseren Tag um eine Stunde verlängert, weist eine aktuelle Studie in der Sleep Medicines Review darauf hin, dass unser Körper wahrscheinlich zur üblichen Zeit aufwachen wird, was dem vermeintlichen "Zeitgewinn" entgegenwirkt. Und wir werden früher am Abend, eine Stunde vor unserer normalen Schlafenszeit, müde. Es ist ein Phänomen ähnlich dem Jetlag - unsere Körperuhr passt nicht zu der externen Uhr, die wir an der Wand sehen. Die Anpassung an diese Zeitänderung kann Tage bis Wochen dauern.

Die Veränderungen des Tageslichts können auch verheerende Auswirkungen auf unsere zirkadianen Rhythmen haben - die innere Körperuhr, die unsere täglichen Schlaf-/Wachmuster basierend auf Dunkelheit und Tageslicht einstellt. Für diejenigen, die bereits gestörte Schlafmuster haben, kann dies oft zu mehr Schlaflosigkeit führen.

Wie funktioniert unsere innere Uhr?

Zirkadiane Rhythmen werden durch einen Bereich des Gehirns gesteuert, der als suprachiasmatischer Kern (SCN) bezeichnet wird und direkt über dem Punkt im Gehirn liegt, an dem sich die Sehnervenfasern kreuzen. Die Positionierung ermöglicht es dem SCN, Lichtpunkte von der Netzhaut zu empfangen.

Wenn der Abend anbricht und weniger Licht in den SCN eindringt, wird eine Nachricht an die Zirbeldrüse gesendet und die Produktion von Melatonin, dem Hormon, das dafür verantwortlich ist, dass wir uns müde fühlen, steigt. Am Morgen, wenn es hell wird, wird die Melatoninsekretion gehemmt, und die wachen Schaltkreise des Gehirns werden wieder aufgenommen.
Dies veranschaulicht, wie eng unsere Biologie mit der natürlichen Welt zusammenhängt - und vor allem mit der starken Rolle, die Melatonin in unserem Schlaf-Wach-Zyklus spielt!

Die eigene Einstellung ist entscheidend

Ob die kleine Zeitverschiebung Einfluss auf die Stimmung hat, hängt vor allem von der eigenen Einstellung ab. Wer in den Urlaub fährt, also ein positives Erlebnis damit verbindet, nimmt die Zeitverschiebung gern in Kauf. Keiner beschwert sich über die einstündige Differenz, wenn er nach Gran Canaria reist. Im Herbst fällt es aber vielen Menschen schwer, sich wieder an die kälteren Temperaturen und die kürzeren Tage zu gewöhnen. Dann betrachtet man auch den Angriff auf die innere Uhr als Ärgernis.

Am besten ist es, sich nicht über den unvermeidlichen Saisonwechsel zu ärgern, sondern den Herbstanfang mit positiven Erlebnissen zu füllen. Studien zeigen, dass Optimisten weniger anfällig für Erkältungskrankheiten sind. Deshalb sollte man sich jetzt die Zeit für die Dinge nehmen, die die Laune heben und die vielleicht im Sommer zu kurz gekommen sind: Zuhause sein, entspannen, ein Bad nehmen oder den Hobbys nachgehen.

Wem die Winterzeitumstellung tatsächlich Schlafprobleme bereitet, der sollte sich viel im Freien bewegen, um mit Tageslicht gegen die Müdigkeit anzugehen. Die Sonne regt auch bei bewölktem Himmel die Produktion des Muntermacher-Hormons Serotonin an. Außerdem kann es helfen, einfach früher ins Bett zu gehen. Für diejenigen, die unter starker Schlaflosigkeit leiden, ist jedoch nicht einfach. Hier kann auch die Einnahme eines Melatonin-Schlafunterstützungspräparatsl ein paar Stunden vor der gewünschten Schlafenszeit helfen, den körpereigenen natürlichen Schlafmechanismus zu aktivieren. Tatsächlich fand eine Studie aus dem Jahr 2012 eine Korrelation zwischen einem Anstieg des Melatonins im Körper und einer verbesserten Schlafdauer und -qualität bei gesunden Männern und Frauen und kam zu dem Schluss, dass Melatonin bei der Behandlung von Schlafstörungen von Vorteil sein könnte.

Quelle: Techniker Krankenkasse

Zurück

Ambulantes Schlafzentrum Osnabrück
Am Finkenhügel 349076 Osnabrück
Diese Webseite verwendet Cookies um alle Funktionen voll nutzbar zu machen und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Für weitere Informationen schauen Sie in unsere Datenschutzerklärung.