Ein gestörtes Schlafverhalten kann vielfältige Ursachen haben, die abgeklärt werden müssen. Von außen einwirkende Faktoren, wie zum Beispiel eine hohe Lärmbelästigung während der Nacht, Schichtarbeit oder zu viel Hektik und Stress während des Tages, aber auch Verstimmungszustände, Depressionen oder sonstige Probleme infolge anscheinend unlösbarer Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder in der Familie können Schlafstörungen hervorrufen oder aufrecht erhalten. Darüber hinaus können schwere körperliche Leiden, wie beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen oder chronische Schmerzzustände Ihre Nachtruhe nachhaltig beeinträchtigen.
Aus diesem Grunde sind bei schweren Schlafstörungen auch immer eine eingehende körperliche Untersuchung und eine Abklärung erforderlich. Dabei ist immer zu bedenken, dass von einer gelegentlich durchwachten Nacht keinerlei gesundheitliche Gefährdung ausgeht. Hält jedoch eine Schlafstörung längere Zeit an und verursacht auch tagsüber Beschwerden, ist eine intensive Untersuchung, z. B. in einem Schlaflabor, unerlässlich.
Schlafstörungen sind Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten. Sie werden nach der neuen “International Classification of Sleep Disorders” (ICSD-2) in verschiedene Kategorien eingeteilt.
Diese Schlafstörungen können eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität darstellen, Ursache für viele körperliche und seelische Erkrankungen sein, zu Medikamentenmissbrauch führen, und sie stellen einen Risikofaktor im öffentlichen Leben dar. Sind diese Schlafstörungen durch Störungen der inneren Uhr verursacht, dann kann die Lichttherapie für eine Regulierung des Schlafes und so für mehr körperliche Fitness und Lebensqualität sorgen.
Schlafstörungen werden auch als Insomnien bezeichnet. Eine primäre Insomnie ist eine Schlafstörung für welche keine äußere Ursache und keine zu Grunde liegende Krankheit oder seelische Störung gefunden werden kann. Eine sekundäre Insomnie ist eine Schlafstörung hervorgerufen durch eine Erkrankung oder infolge äußerer Umstände (Lärm, Stress, etc.).
Primäre und sekundäre Schlafstörungen können sich folgendermaßen äußern:
Einschlafstörung:
Man braucht länger als eine halbe Stunde bis man einschlafen kann.
Durchschlafstörung:
Man erwacht des Nachts häufig und kann längere Zeit nicht wieder einschlafen.
Zu frühes morgendliches Erwachen:
Man erwacht manchmal mehrere Stunden zu früh am Morgen ohne wieder einschlafen
zu können.
Jede dieser Formen kann einzeln vorkommen, es können aber auch alle drei Formen zusammen den Schlaf schwer stören. Eine Hypersomnie äußert sich in extremer Müdigkeit am Tage.
Schlafwandeln (Somnambulismus), Angst- oder Alpträume sowie unbegründetes Aufschrecken aus dem Schlaf (Pavor nocturnus) sind Begleitsymptome des Schlafes die man auch als Parasomnien bezeichnet.
Autor: Redaktion www.schlafmedizin.de