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Vor fünfzig Jahren träumten viele Menschen schwarzweiß

Die Träume der Menschen sind offenbar eng an die Entwicklung des Fernsehens gebunden: Nach der Verbreitung des Fernsehens in den fünfziger Jahren berichteten auffallend viele Menschen, sie träumten in schwarzweiß.


Die Träume der Menschen sind offenbar eng an die Entwicklung des Fernsehens gebunden: Nach der Verbreitung des Fernsehens in den fünfziger Jahren berichteten auffallend viele Menschen, sie träumten in schwarzweiß. Farbenfroher wurden die Traumerinnerungen erst wieder, als auch Fernsehfilme in Technicolor erstrahlten, behauptet ein amerikanischer Philosoph.



Eric Schwitzgebel von der Universität Kalifornien in Riverside fielen die unterschiedlichen Berichte über die Farbe der Träume beim Vergleich von Schlafstudien der vergangenen Jahrzehnte auf. Er glaubt allerdings nicht, dass in den Fünfzigern tatsächlich mehr schwarzweiß geträumt wurde. Vielmehr wüssten Menschen nur sehr wenig über die nächtlichen Vorgänge in ihrem Kopf. Erinnerten sie sich später an ihre Träume, interpretieren sie die Bilder daher so, wie sie die traumähnlichen Geschichten der Fernsehfilme erleben, erklärt der Philosoph in einem Beitrag für die Zeitschrift "Studies in History and Philosophy of Science" (Bd. 33, S. 649).

Die nur mit den Augen wahrgenommenen Fernsehfilme seien auch der Grund, warum wir nur selten davon träumen, angefasst zu werden, schreibt Schwitzgebel. Das wird sich nach Vorstellungen des Philosophen ändern, wenn von den virtuellen Realitäten des Fernsehens oder Internets eines Tages auch der Berührungssinn stimuliert wird. Auch in den Erinnerungen an unsere Träume werden dann wohl mehr Berührungen vorkommen.
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