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Osnabrücker Schlafjournal


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Zertifizierung


nach DIN EN ISO 9001:2000
 
 
 
 
 


Einführung Biofeedback


Da wir kein Sinnesorgan für unsere Gehirnaktivitäten haben, lag es nahe, Versuchsanordnungen zu schaffen, um die Gehirnaktivität in einen wahrnehmbaren Reiz zu verwandeln. Mit Hilfe eines Biofeedback-Gerätes ist es möglich, die eigenen Gehirnwellen und körperliche Reaktionen positiv zu beeinflussen.

Über das Biofeedbackgerät, das praktisch als äußeres Nervensystem eingesetzt wird, erhält der Mensch direkt die Informationen über seinen physiologischen Zustand in Form von Tönen bzw. Lichtsignalen und hat somit die Möglichkeit, die physiologische Reaktion zu kontrollieren. Die galvanische Hautreaktionsmessung kann dabei von der Hautoberfläche winzige elektrophysiologische Signale ablesen, die heute über einen Computer ausgewertet und in Töne und Graphiken umgesetzt werden. Den größten Verdienst an dieser Entwicklung hat das Ehepaar Green von der Menninger Foundation.

Biofeedback kann als ein technologischer Durchbruch in der Wissenschaft der menschlichen Psychophysiologie gelten. Beim Biofeedback-Training werden die im Allgemeinen nicht wahrgenommenen Gehirn- und Körpersignale verstärkt, gefiltert und sichtbar gemacht, um diese unterbewussten Informationen ins Bewusstsein zu bringen. Das BiofeedbackTraining ist ein Mittel, mit dem man die psychosomatische Selbstkontrolle erlernen kann. Eine Form des Biofeedbacks wurde von Johannes Schultz in Deutschland entwickelt, als er die Kontrolle des Herzschlags über autogenes Training lehrte.

Die Rückmeldung (Feedback) ist im Sinne eines Regelkreismodells von besonderer Wichtigkeit, weil die im menschlichen Körper ablaufenden biologischen und physiologischen Funktionen - wie Herztätigkeit, Verdauung, Muskelspannung usw. - kaum wahrgenommen werden.

Es existiert also eine interne Kontrolle, die weitgehend unbewusst über das autonome Nervensystem gesteuert wird. Um diese unbewussten Vorgänge der bewussten Wahrnehmung zugänglich zu machen, bietet die Biofeedback Methode die Möglichkeit der externen Kontrolle mit Hilfe verschiedener Geräte an.

Mit diesen Geräten ist es möglich, die Biosignale (Atmung, Muskelspannung, Herzfrequenz, Hautwiderstand, Hirnwellen, Blutdruck und noch einige andere Parameter) aufzunehmen. Nach Aufbereitung dieser Biosignale können sie verzögerungsfrei optisch oder akustisch verstärkt dargestellt werden. Eine Versuchsperson wird beispielsweise angewiesen, sich mit geschlossenen Augen entspannt hinzulegen, sich auf das Rückmeldesignal zu konzentrieren und sich passiv der Signalwirkung hinzugeben (z. B. der Muskelspannung im Arm).

Die äußere Rückmeldung ermöglicht es nach einer gewissen Trainingszeit, die rückgemeldeten Funktionen willkürlich, auch ohne Gerät, zu beeinflussen.

Die Entdeckung der willkürlichen Beeinflussung bestimmter autonomer Funktionen durch Kimmel im Jahre 1958 stellt das Dogma der Unbeeinflussbarkeit des vegetativen Nervensystems in Frage. Lerntheoretisch gesprochen sind demnach also auch vegetative Funktionen nach dem Prinzip einer instrumentellen (operanden) Konditionierung (Lernen am Erfolg bzw. Misserfolg) beeinflussbar. Außerdem ist es möglich, über Biofeedback eine Reprogrammierung unseres Gehirns auf zwei verschiedene Arten zu erreichen:

  • durch eine Aktivierung bestimmter Regelkreise (beispielsweise nach Schlaganfall, bestimmten Lähmungen oder ähnlichem);
  • durch eine passive Verstärkung vegetativer Funktionen zur Förderung von Entspannungstechniken.

Mittels Biofeedback-Verfahren können folgende therapeutisch verwertbare Fähigkeiten trainiert werden (nach Legewie-Nusselt):

  1. Wahrnehmung physiologischer Abläufe;
  2. Wahrnehmung von Situationen, die diese Abläufe verändern;
  3. Selbstkontrolle physiologischer Abläufe;
  4. Übertragung der erlernten Selbstkontrolle auf Alltagssituationen ohne Feedbackgerät.

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