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Osnabrücker Schlafjournal


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Einschlafprobleme bei kleinen Kindern

Nächtliche Unruhe- oder Schreizustände von Säuglingen und kleinen Kindern bereiten den Eltern schwere - aber meist lösbare - Probleme.

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Physiologie


Physiologie des Schlafes: Achterbahnfahrt im Gehirn

Der modernen Wissenschaft "Schlafmedizin" stehen Möglichkeiten zur Verfügung, um physiologisches Schlafverhalten zu erforschen. Verschiedenste elektronische Sensoren machen heute Erkenntnisse möglich, die weit über die Beobachtungsgabe des Menschen vor Jahren hinausgehen.

Mit Hilfe eines Elektrookulogramms wurde so z.B. erstmals 1951 festgestellt, daß die Augen im Laufe des Schlafs periodische Bewegungsphasen zeigen, die man später REM-Phasen nannte (REM= rapid eye movement: rasche Augenbewegung). Ein Zusammenhang zwischen diesen REM-Phasen und dem Träumen wurde immer wahrscheinlicher, als festgestellt wurde, daß sich Testpersonen, die man in Schlaflaboren während des REM-Schlafes weckte, mit größter Wahrscheinlichkeit an Träume erinnerte als Testpersonen, die man aus dem NON-REM-Schlaf gerissen hatte.

Mit Hilfe des Elektroenzephalographen (EEG) konnten die Wissenschaftler dann noch konkreter absehen, daß Traum- und REM-Phasen in direktem Verhältnis zu bestimmten Hirnaktivitäten stehen. Die mittels EEG auf Papier festgehaltenen Zickzackmuster konnten die Hirnströme im Lauf des Schlafes wiederspiegeln und ließen Rückschlüsse auf charakteristische Hirnströme und Wellenkombinationen zu.

Wir unterscheiden vier Phasen des Schlafes, ausgehend von der ersten leichten Schlafphase (Stadium 1) bis zur vierten (Stadium 4), der sogenannten Tiefschlafphase. So wird während der ersten 45 Minuten des Schlafs das Gehirn immer ruhiger, es fällt immer tiefer, und die Augen des Schläfers bleiben entspannt. Dann kehrt sich dieser Prozeß um, allerdings verbleibt der Schläfer dann kurz in der ersten von normalerweise fünf REM-Schlaf-Phasen, die nur wenige Minuten andauern.

Dieser Zyklus wiederholt sich, wobei die REM-Phasen länger und die niederfrequenten Schlafstadien weniger werden, bis sie gegen Morgen dann ganz ausbleiben. Deshalb heißt der Schlaf vor Mitternacht der goldenen Schlaf, weil er vor der ersten REM-Phase der tiefste und regenerativste ist.

Essentieller Bestandteil der Schlafforschung ist die Ansicht, daß die REM-Phasen eine überaus wichtige Funktion für den gesunden Schlaf haben. Das läßt sich aus Versuchsergebnissen der Wissenschaftler folgern, wonach Personen, die am REM-Schlaf gehindert wurden, routinemäßige Aufgaben zu bewältigen zwar durchaus in der Lage waren, bei komplizierten und neuen Herausforderungen aber besondere Schwierigkeiten hatten gegenüber den Testpersonen mit ununterbrochenen REM-Schlaf-Phasen. Aus eben diesem Grund wird von Ärzten die Anwendung von sogenannten Schlafmitteln mit Ausnahmen abgelehnt, weil diese Beruhigungsmittel Hirnstromaktivitäten im Betawellenbereich (13-30 Hz) verhindern. Gerade diese Frequenzen dominieren jedoch den REM-Schlaf, sind also für Lern- und Speicherprozesse für tags und nachts besonders wichtig.

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