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Osnabrücker Schlafjournal


Bewusster schlafen - erholter aufwachen. Das neue Magazin "Osnabrücker Schlafjournal" gibt hilfreiche Tipps und Anregungen für einen gesunden, erholsamen Schlaf. Lesen Sie außerdem, was Experten Ihnen raten, worauf es beim Matratzenkauf ankommt oder welche Faktoren für ein gesundes Schlafumfeld wichtig sind.

 

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Zertifizierung


nach DIN EN ISO 9001:2000
 
 
 
 
 


Was geschieht im Schlaflabor?


Wenn der Name "Schlaflabor" erwähnt wird, sind viele Patienten verunsichert, da man bei einem Labor an Versuche denkt. Dies ist aber nicht der Fall. Es  handelt sich um einen Schlafraum, der zur Registrierung der Schlafstadien und bestimmter Körperfunktionen wie Herzrhytmus, Atmung und Körperbewegung während des Schlafes eingerichtet ist.

Der Raum wird gut abgedunkelt. Der Schlaf wird mittels einer Videokamera überwacht. Die Kamera ist eine Infrarotlichtkamera, so dass der Raum zwar abgedunkelt erscheint, mit der Kamera sieht man aber die Bewegungen des schlafenden Patienten. Ein Mikrofon erfasst die Geräusche im Raum, u.a. das Schnarchen oder das Sprechen während des Schlafes.

Nachdem der Patient sich entsprechend seinem üblichen Tagesablauf verhalten hat, begibt er sich zwischen 20 und 22 Uhr ins Schlaflabor. Er bringt seine gewohnte Schlafkleidung mit.  

Um den Schlaf und andere Messgrößen zu erfassen, müssen Elektroden auf der Haut befestigt werden. Durch die Registrierungen der Gehirnströme können lediglich bestimmte Schlafstadien und Funktionszustände des Gehirns erfasst werden. Gedanken- und Trauminhalte können Ärzte nicht ablesen! Die Befürchtungen mancher Patienten, dass damit Gedankenlesen möglich sei, können damit zerstreut werden.

Da Störungen der Atmung den Schlaf beeinträchtigen, wird diese mehrfach überwacht. Während des Schlafs atmet man nicht durch die Nase, sondern auch etwa 20% der Schlafzeit durch den Mund. Deshalb werden wärmeempfindliche Elemente (Thermistoren) an beide Nasenöffnungen und den Mund geklebt, um die Luftbewegungen zu erfassen.

Zusätzlich werden jeweils zwei Elektroden unterhalb der Kniescheibe seitlich vom Schienbein aufgeklebt, um nächtliche langsame Beinbewegungen zu registrieren. Diese zeitweise auftretenden nächtlichen Muskelkrämpfe (PLM) treten im höheren Lebensalter gehäuft auf und können den Schlaf unterbrechen.

Dieses sind die wichtigsten Messungen bzw. Ableitungen. Je nach Fragestellung werden noch weitere Messungen durchgeführt.

Folgende Störungen können im ambulanten Schlafzentrum erkannt und behandelt werden:

  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Schnarchen mit Atempausen
  • diverse Schlafstörungen bei neurologischen Erkrankungen
  • Restless-legs-Syndrom
  • schlafbezogene Atmungsstörungen
  • Epilepsie
  • Abklärung bei Depressionen
  • Klärung unklarer Tagesmüdigkeit
  • Aktometrie
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Bewegungsstörungen  

Diagnostik/Erstgespräch:

  • Ein- und/oder Durchschlafstörungen?
  • Früherwachen?
  • Zeitdauer? (über 3 Monate?)
  • Richtungsweisend für das Schlafapnoesyndrom (SAS): Schnarchen? – Atempausen? – Tagesmüdigkeit? – Cephalgie? - Adipositas? – Hypertonie

Abklärung der Grunderkrankungen: 

Neurologische: dissoziierte Schlaf- Wachstörung, Depressionen, Narkolepsie, Restless legs, hirnorganische Veränderungen

Internistische: Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen mit nächtlichen Ischämien, pulmonologische Erkr. und Asthma, immunologische Erkr., Hypertonie? Peptisches Ulcus, Gastroösophagaler Reflux

HNO: obstruktive Erkrankungen, NNH, Otitis

Psychiatrische: Depressionen mit Morgentief, Aufwachstörungen, Psychosen

Allgemeine: Bruxismus, Enuresis, Alkohol- Drogen, Lärmbelästigung, Schichtarbeit, Zeitzonenwechsel, Angsterkrankungen.

 

Therapie:

  • Grundleiden behandeln
  • Informationen zur Schlafhygiene geben (Alkohol – Gewichtsabnahme)
  • Entspanungsverfahren
  • Psychotherapie
  • Pflanzliche Mittel zur Schlafförderung (Baldrian)
  • Sonstige Mittel (Melatonin? Kurzzeitig Benzo. usw., Antidepressiva, Neuroleptika)

Procedere SAS: 

Interdisziplinäre Abklärung: Neurologe - HNO – Pulmonologe – Allgemeinmedizin erf.

Neurologie: EEG DOPPLER MESAM MSLT (multipler Schlaflatenztest) projektive Tests (FPI? KAI ? Abend- Morgenprotokoll) 1-2x Screening (z.B. Mesam o.ä) zyklische Entsättigungen unter 90%? Apopnoeindex ? 1-2x Polysomnographie ambulant mit Einstellung auf nCPAP wenn erforderlich. Einübungsphase für Patienten zu Hause 6-8 Wochen, danach Verschreibung eines Gerätes, jährlich 1-2x Schlaflaborkontrolle wenn Drucktitrierung nötig, evtl. auch 6 monatliche Kontrollen (MESAM) zu Hause wenn komplikationsloser Verlauf.

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